es wird immer schwieriger …

es wird immer schwieriger …

28. Juni 2021 0 Von Cryptomaster

Heute mal ein paar eigene und vor allem subjektive Gedanken. Sie müssen also NICHT mit denen meiner Leser übereinstimmen.

Manchmal hat man das Gefühl, dass man sich im Kryptomarkt in einer kriminellen Blase aufhält. Kriminell in dreierlei Hinsicht. Erstens, weil man stellenweise wie ein Krimineller behandelt wird. Zweitens weil die Börsen und Anbieter von Plattformen wahrscheinlich selbst als Kriminelle behandelt werden (deswegen geben die das an uns Nutzer weiter). Drittens aber eben auch, weil es anscheinend an jeder Ecke auch Kriminelle gibt.

Wie komme ich darauf.

Nun zum einen das Gesetz im Entwurf der Bundesregierung zur Steuer auf Gewinne im Kryptomarkt. Da ist eine Haltefrist von 10 Jahren aufgerufen für Gewinne, die mittels Landing, Staking oder ähnlichem gemacht werden. Nun ist gegen Steuern auf Gewinne grundsätzlich nichts zu sagen. Aber dann gleich 10 Jahre ? Naja.

Zum Anderen aber auch bei den sich immer weiter verschärfenden und verkomplizierenden Verifikationen. So musste ich heute (um eine Transaktion von A nach B zu erhalten über ca. 500 €) ein komplettes Video drehen. Nicht kürzer als 12 Sekunden, aber auch nicht länger als 15 Sekunden mit Zahlreichen Anforderungen. Dazu dann noch mal eine Adressverifizierung UND die kompletten Angaben zum zuständigen Finanzamt.

Man kommt sich vor wie ein Verbrecher. Denn Fakt ist eines. Um ein Bankkonto zu eröffnen muss man sich noch nicht mal dermaßen nackig machen. Eine Verifizierung gut und schön. Aber einmal verifiziert – fertig. Dann sollte man diverse Sicherheitsmerkmale anbieten, wie 2-Schritte-Authorisierung, Google-Authenticator, SMS, Mail oder sonst was. Aber sowas, wie oben beschrieben, geht für meine Begriffe zu weit. Hinzu kommt, dass alles blockiert ist, solange der Prozess läuft. Und wenn dann etwas nicht zu 110 % stimmig ist, weil ein Hologramm nicht zu erkennen ist, oder weil die Top-Schärfe des Dokumentes nicht scharf genug ist, dann gibt es vielleicht Rückfragen und wieder hinschicken und …..  naja, jeder weiß, was ich meine. Und das Theater beginnt immer erst bei Auszahlungen …  hmmmm

Nochmal – nichts gegen Sicherheitsmaßnahmen. Aber wenn mir suggeriert wird, es wäre zu MEINER Sicherheit, dass ich jetzt durchleuchtet werden, und am Ende ich mein Finanzamt angeben muss, dann hat das mit meiner Sicherheit nichts zu tun. Wohl eher mit der des diese Maßnahmen fordernden Anbieters.

Der Kryptomarkt erlebt sowieso derzeit übelste Turbolenzen.

Da reicht ein Wort von Elon Musk und der Kurs des Bitcoin fällt rapide ab. Da bringt sich der Krypto-Guru McAfee lieber um, als in die USA ausgeliefert zu werden. Da werden im Trading nicht nachvollziehbare Verluste geltend gemacht, die mit gemachten Gewinnen in keinem annehmbaren Verhältnis stehen und in China werden Miningfarmen komplett geschlossen wo hingegen im ersten Land in Südamerika der Bitcoin gesetzliches Zahlungsmittel wird. Und das alles passiert binnen weniger Wochen. Irre. Ein Wunder, dass der BTC-Kurs schon wieder bei 34.000 $ steht !

Mich macht das stutzig und ich bin dabei, Entscheidungen aus der Vergangenheit neu zu überdenken und als richtige oder falsche Entscheidungen einzustufen, die Lage neu zu beurteilen und andere bzw. neue (und dann hoffentlich bessere) Entscheidungen zu treffen.